• 05.04.2019
  • Space, Air, Land, Group
  • Media release

RUAG distanziert sich von Aussagen eines Mitarbeiters anlässlich der LAAD

​​​​​​​RUAG distanziert sich klar von den Aussagen eines RUAG Ammotec-Managers anlässlich der LAAD 2019 in Brasilien, einer der grössten Messen für Verteidigung und Sicherheit in Lateinamerika. Sie spiegeln nicht die Haltung des Unternehmens wider. RUAG bezieht zu politischen Prozessen oder Veränderungen keine Stellung. Der betroffene Mitarbeiter wird künftig mit Schwerpunkt Europa tätig sein. Die Verantwortung für das Lateinamerika-Geschäft hat RUAG ihm entzogen....

Anlässlich der derzeit stattfindenden LAAD in Rio de Janeiro hat ein vor Ort anwesender RUAG Ammotec Manager der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass RUAG Ammotec in Zukunft seine geschäftlichen Aktivitäten in Brasilien und in Lateinamerika aufgrund von gesetzlichen Veränderungen verstärken kann. In verschiedenen Medien wurde er zitiert, dass RUAG Ammotec «grosse Hoffnungen mit der neuen Regierung» hat.

RUAG Ammotec produziert Munition sowohl für Behörden (Polizei und Armee) als auch im Bereich Jagd und Sport. Die Teilnahme an entsprechenden Messen ist seit Jahren ein zentrales Element der Geschäftstätigkeit. Diese Fachmessen werden einerseits für die Netzwerkpflege und andererseits für Produktwerbung genutzt.

RUAG distanziert sich klar von diesen persönlichen Aussagen des Verkaufsmitarbeiters. Diese Aussagen widerspiegeln nicht die Haltung des RUAG Managements. Die Aussagen waren weder abgesprochen noch werden sie gebilligt. RUAG bezieht zu politischen Prozessen oder Veränderungen keine Stellung.

Der betroffene Mitarbeiter wird umgehend von der LAAD abgezogen und nach Hause gerufen. Er wird künftig mit Schwerpunkt Europa tätig sein. Die Verantwortung für das Lateinamerika-Geschäft hat RUAG ihm entzogen.

Die Aussagen stehen in keinem Zusammenhang mit dem endgültig gestoppten Projekt einer Munitionsproduktion in Brasilien. Auf Empfehlung des Bundesrates im Herbst 2018 hat RUAG ihre Aktivitäten im Hinblick auf die Errichtung einer Munitionsfabrik komplett eingestellt.

Die Aussagen des Kadermitarbeiters haben ebenfalls keinen Zusammenhang mit dem angekündigten Verkauf von RUAG Ammotec. Bevor der Verkaufsprozess starten kann, muss als erstes die Entflechtung abgeschlossen werden. RUAG ist sich bewusst, dass die Auswahl möglicher Käufer sehr vorsichtig zu treffen ist. Ausserdem wird RUAG den Eigner konsultieren, wenn es darum geht, einen allfälligen neuen Besitzer zu bestimmen.

RUAG hält sich bei Exporten sowohl aus der Schweiz wie auch aus dem Ausland strikt an die schweizerische Kriegsmaterialgesetzgebung sowie an alle nationalen und internationalen Gesetzgebungen. Dies wurde kürzlich von der Eidgenössischen Finanzkontrolle überprüft und Ammotec erhielt ein gutes Ergebnis.

RUAG Ammotec hat für Brasilien in den letzten drei Jahren einen Umsatz von insgesamt unter 100'000 Franken ausgewiesen.