Sicherheit

Die Fertigung von Munition an allen Standorten der RUAG Ammotec bedingt den Umgang mit Explosivstoffen. Insbesondere trifft dies auf die Fertigung von Anzündmitteln und anderen hochenergetischen Produkten am Standort Fürth der RUAG Ammotec zu. In diesen Produkten kommen sogenannte Anzündsätze zum Einsatz, deren Hauptkomponenten Primärexplosivstoffe sind, Substanzen mit besonders hoher Empfindlichkeit und Brisanz....

Neben diesen Substanzklassen finden bei RUAG Ammotec vor allem pyrotechnische Sätze und Treibladungspulver breite Anwendung in der Fertigung.

Das Herstellen, Lagern und Verarbeiten der Explosivstoffe erfordert ein extremes Sicherheitsmanagement, bestehend aus einer rechtskonformen, sattelfesten Sicherheitsorganisation, einer Vielzahl unterschiedlichster Sicherheitsmaßnahmen und einer umfassenden Basis aus Sicherheits- und Arbeitsanweisungen.

Gebäudeabstände und -bauweisen entsprechen den örtlich geltenden gesetzlichen Vorgaben. In Deutschland ist dies das deutsche Sprengstoffgesetz und die darauf basierende berufsgenossenschaftliche Forderungen. Alle Einrichtungen und Maschinen sind speziell für die Verarbeitung von Explosivstoffen konzipiert, alle Räume und Gebäude hinsichtlich ihrer Verwendung und zulässigen Explosivstoffmenge konzessioniert. Durch diese Maßnahmen wird im Ereignisfall eine Übertragung zwischen Räumlichkeiten oder gar Gebäuden sicher unterbunden und ein Maximum an Sicherheit erreicht. In diese Sicherheitsbetrachtungen fließen in besonderem Maße Schutzabstände mit ein, die die Werke von umgebenden Gebäuden und öffentlichen Plätzen trennen.

Als Störfallbetrieb ist das Werk in Fürth, das Explosivstoff produziert, darüber hinaus angehalten, einen Alarm- und Gefahrenabwehrplan (AGAP) zu führen. In diesem Plan ist der Explosivstoff- und Arbeitsschutz festgeschrieben. Er enthält u.a. alle sicherheitsrelevanten Informationen zu Objekten, die sich auf dem Werk befinden, zu Ansprechpartnern der Sicherheitsorganisation und zu den getroffenen Schutzmaßnahmen und dient dem Amt für Katastrophenschutz als Basis für weitere Schutzmaßnahmen.