Industrielle Befestigungstechnik

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Die Idee, die Geschwindigkeit und Kraft der Munitionstechnologie für schnelle, sich wiederholende Befestigungsvorgänge zu nutzen, wurde erstmals im zweiten Weltkrieg umgesetzt. Die vielen beschädigten Schiffe konnten mit Bolzenschussgeräten viel effizienter repariert werden, als wenn jedes Mal aufwändig geschweisst oder gebohrt werden musste. Den Marktdurchbruch für die moderne pyrotechnische Befestigung erreichten nach dem Krieg die Gebrüder Martin und Eugen Hilti aus dem Fürstentum Liechtenstein. Bereits 1953 brachten sie ihr erstes Bolzensetzgerät auf den Markt, kurz nachdem in den USA die pneumatische Nagelpistole entwickelt worden war. 

RUAG Ammotec fertigt den Treibstoff für moderne Bolzensetzgeräte. Die Treibkartuschen sorgen für den Schub des Kolbens, der das jeweilige Befestigungselement, in der Regel einen Nagel, mit einer genau definierten Energie an seine vorgesehene Position setzt. Die Kartuschen von RUAG Ammotec ermöglichen es im System der Direktbefestigung mit einem Handgriff das zu tun, was früher drei Arbeitsschritte benötigte: Bohren, Dübel setzen und Schrauben.